Via Lentia

Chorwochenende in Sigmundsberg
(13. – 15. Nov 2015)

November 20th, 2015 | Posted by TP in Archiv

Mein erstes Chorwochenende

Nach einer etwas langwierigen Busfahrt (ich konnte es ja kaum erwarten) kamen wir in Sigmundsberg an. Der strikte Zeitplan ließ nicht zu, dass wertvolle Zeit vergeudet wurde. Eine Viertelstunde nach der Ankunft sofort: Einsingen! Wir, die Neuen, wurden mit uns noch unbekannten Einsingübungen und Liedern überschüttet. Nach der ‘Arbeit‘ kam dann auch das Vergnügen: Schwimmbad! Das beliebteste Ziel zum Untertauchen waren, wer denn sonst, wir Jüngsten. Jedoch blieben die Älteren auch nicht gänzlich verschont. Und dann, schon spät am Abend, plötzlich noch ein Casting für das ‚clapping‘ bei „White Winter Hymnal“ (das viele von uns sich anhand des Youtube-Videos beigebracht hatten) . Ich wurde genommen und war ganz stolz! Die Entscheidungsfreiheit über unsere zu-Bett-geh-Zeit brachte viele Drittklassleraugen zum Glänzen.

Doch am nächsten Tag mussten wir alle wieder fit sein. Es wurde für den Auftritt in der Kirche von Annaberg hart geprobt, wobei manchen die Stimme fast versagte. Literweise Tee und dutzende Hustenzuckerl wurden vernichtet. Nach dem Mittagessen: Lernstunde! Ich fand es beeindruckend, wie die verschiedensten Altersgruppen zivilisiert nebeneinander saßen und sich konzentriert dem Lernen zuwandten. Etwas später stand dann auch schon meine erste Stimmbildung am Programm.  Obwohl ich vorgewarnt worden war, den Älteren keinen Glauben zu schenken, die nun mal gerne Schauergeschichten über die Stimmbildung verbreiten, zitterten letztendlich doch meine Knie. Ich hab’s überlebt (!), obwohl ich stimmlich an meine Grenzen stieß. Stolz, erleichtert und fünf Zentimeter größer (nun ja zumindest kam es mir so vor) verließ ich den Raum. Nach dem Abendessen kam es zu einem spontanen Treffen im Flur. Eine Stimme, zwei Stimmen und schon sang der ganze Chor; ohne Publikum, ohne Aufforderung, nur aus purer Freude am Singen, mitten am Gang!! Immer noch auf Wolke sieben, begab ich mich dann zu dem Schauplatz, wo die berüchtigten, glorreichen und legendären Handtuchspiele ihren Lauf nahmen. Es wurde viel bejubelt, gelaufen, getrickst, gejolt und gelacht. Um das nachvollziehen zu können, muss man jedoch V.I.P. sein.

Am Sonntag sangen wir schon um sieben Uhr ein; manche noch im Halbschlaf, aber mit voller Begeisterung. Erfolgreicher Gesang in der Kirche, ein schneller Chorkreis, zwei Mal essen, zwei Stunden Probe und viel zu rasch war das Chorwochenende schon wieder vorbei.

Mein Erstes, aber sicher nicht mein Letztes!

Kasija


Fotos: Vani, Antonia

 

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